WGT 2020 - "Steh auf und geh!"


Logo des Weltgebetstages 2020.



Der Dekotisch unterstrich das Thema mit vielen Symbolen


Simbabwe im Südosten Afrikas ist ein Land mit bewegter Geschichte, die auch ihren Ausdruck in dem von Christinnen aus Simbabwe vorbereiteten Gottesdienst zum Weltgebetstag 2020 fand. Die zentrale Bibelstelle ist die „Heilung des Kranken am Teich von Bethesda“ (Johannes 5, 2 – 9 a). Darin befähigt Jesus einen Menschen gesund zu werden, indem er etwas tut für die Veränderung, die Gott ihm anbietet. Diese Aufforderung gilt Allen. Die Christinnen aus Simbabwe sahen dies als einen Aufruf, Schluss zu machen mit dem kraftlosen Warten und sich für einen Wandel einzusetzen. Damit auch wir fähig werden etwas für Veränderungen zu tun, rufen die Frauen aus Simbabwe uns zu: „Steh auf, und geh!“



Titelbildbetrachtung

Steh auf, nimm deine Matte und geh!


Das Bild wirkt zweigeteilt - in Licht und Schatten.
Getrennt durch die Ruine Groß-Simbabwes.
Diese Ruine ist ein Monument, die alles überdauert hat und von der langen und bewegten Geschichte Simbabwes zeugt.
Noch steht sie da wie eine Mauer, die trennt, die die Gegenwart in den Schatten taucht und den Blick auf die Vision einer strahlenden Zukunft verstellt.
Und doch sehen wir zarte grüne Blätter in den grauen Bereich hineinsprießen, als ob sie die Mauer durchbrechen.
Ein Hoffnungszeichen?
Und am Horizont des abgestorbenen, kahlen Baumes mischt sich ein Hauch von Rot in das Grau des Himmels.
Eine erste Verheißung auf das Morgenlicht?
Am Boden sitzt ein Mann, angelehnt an die Mauer - ermüdet vom Ringen mit den Geistern der Vergangenheit, erschöpft vom täglichen Kampf ums Überleben ist er sitzen geblieben, einsam, krank, lebensmüde.
Eine Frau steht vor ihm, reicht ihm die Hand, wird ihm zur Prophetin, und wir ahnen ihre Worte:
Steh auf!
Ich bin, weil du bist! – Das ist Ubuntu
Steh auf und geh!
Im Vordergrund der Ruine sehen wir eine Mutter mit ihrem Kind. Zugewandt und liebevoll hat sie den Arm um seine Schultern gelegt, neigt sich ihm zu.
Erzählt sie ihm die Geschichte Simbabwes? Von Leid, Unterdrückung und Gewalt, und auch von den Zeichen der Hoffnung auf Veränderung und Aufbruch?
Die beiden stehen an der Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft - Friede sei mit ihnen!
Diesseits der Mauer leuchtet in strahlendem Sonnenlicht Simbabwes Flagge, daneben eine Frau - gekleidet in den Farben der Liebe und Versöhnung, die Arme so weit geöffnet wie ihr Herz - offen für die Zukunft.
Ihr seid, weil wir sind.
Und wir sind, weil ER ist. – Das ist Ubuntu

Catherine Rohloff-Lyk







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