Weg der Erlösung

Das Heilsgeschehen Gottes beginnt mit der Erschaffung der Welt. 

Das Krippenmotiv von Willi Biegler (1979) greift das Thema des AT am Anfang auf. Es führt den Bilderzyklus über den Baum der Erkenntnis und die Vertreibung aus dem Paradies. Jedoch Gott gibt den Menschen nicht auf und sucht nach Lösungswegen. Die Erzählung fährt mit der Verkündigung des Engels an Maria fort: "Du wirst Gottes Sohn gebären".

"Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" – unter uns, nicht irgendwo! Gott sandte Jesus aber nicht in die Welt, damit wir heute ein schönes Fest feiern können, sondern es sollte die Schrift erfüllt werden. Deshalb endet das Wirken Gottes nicht mit der Kreuzigung und der Grablegung. Erst durch den auferstandenen erhöhten Erlöser – dem Christus – werden wir erlöst und mit Gott versöhnt.

Das Krippenmotiv zeichnet diesen Spannungsbogen nach:
Gottes Heilsgeschehen spannt sich vom Alten über das Neue Testament bis zu uns heute – mitten in unsere Gesellschaft hinein. Bis zu dir. Dies ist die gesamte Biblische Geschichte. Sie endet nicht mit der Geburt, sondern zeichnet ein Leben nach, den "Weg  der Erlösung". Deshalb ist Gott Mensch geworden, vom Anfang bis zum Ende. Was wäre Weihnachten ohne Ostern und Ostern ohne Weihnachten?    HH

Kupferkrippe "Weg der Erlösung" von Willi Biegler, Nürnberg 1979

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